3. Schnitttag am 22.2.2025
- Chrigu Ammann
- 22. Feb.
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 24. Feb.
Als die Sonne am 22. Februar 2025 noch hinter den Wolken schlummerte, versammelten sich die Mitglieder zu ihrem dritten Schnitttag. Die Luft war erfüllt von Erwartung und dem Duft frisch geschnittenen Holzes.
Der Tag hielt eine besondere Überraschung bereit: Zwei identische Apfelbäume in verschiedenen Gärten offenbarten ein faszinierendes Schauspiel der Natur. Wie Zwillinge, die in unterschiedlichen Familien aufwuchsen, zeigten sie eindrucksvoll, wie Standort, Gebäude und Nachbarbäume das Wachstum beeinflussen. Ein lebendiges Beispiel dafür, dass jeder Garten seine eigene Geschichte erzählt.
Die Scheren tanzten durch die Luft, als die Gruppe sich an Hochstämmen und Spindelobstbäumen zu schaffen machte. Äpfel, Birnen, Zwetschgen und Kirschen – jeder Baum ein Individuum, jeder Schnitt eine Entscheidung.
Die Zeit verflog, und ehe man sich's versah, war es Mittag.
Im Restaurant Tharad fanden die fleissigen Gärtner neue Kraft. Älplermakkaronen mit Apfelmus oder Kutteln mit Kartoffeln – die Wahl fiel schwer. Doch eines war klar: Hier wurde nicht nur der Magen, sondern auch der Teamgeist gestärkt.
Der Nachmittag brachte neue Herausforderungen: Ein majestätischer Maulbeerbaum, ein knorriger Apfelriese, ein zierlicher Birnenbaum und ein beachtlicher Haselstrauch-Bestand warteten auf ihre Verjüngungskur. Die Vorher-Nachher-Bilder sprachen Bände – hier wurde wahre Gartenkunst betrieben.
Doch nicht alles lief nach Plan. Ein hochgewachsener Kirschbaum trotzte den zu kurzen Leitern und erinnerte die Gruppe daran, dass manchmal die Natur die Oberhand behält. Eine wertvolle Lektion in Geduld und Respekt vor dem Gewachsenen.
Als die Sonne sich kurz zeigte und langsam neigte, wartete eine letzte Überraschung: Ein köstliches "Zvieri", liebevoll zubereitet von der Gartenbesitzerin. Bei Speis und Trank liessen die Gartenfreunde den Tag Revue passieren, stolz auf das Geleistete und voller Vorfreude auf die Früchte ihrer Arbeit.
Dieser Schnitttag war mehr als nur Gartenarbeit – er war ein Fest der Gemeinschaft, des Lernens und der Liebe zur Natur. Die Teilnehmer gingen nicht nur mit geschnittenen Bäumen, sondern auch mit neuen Erkenntnissen nach Hause. Ein Tag, der in Erinnerung bleiben wird, lange nachdem die letzten Blüten verblüht sind.